Wer es beim Feiern etwas familiärer mag, sollte unbedingt mal einen Blick in die Rote Sonne werfen. Denn dort, am Maximiliansplatz, spielt sich ein Szenario ab, das ich in einer Stadt wie München kaum für möglich gehalten hätte. Schickeria ist hier definitiv fehl am Platz. Im Gegenteil, hier kümmert es keinen Menschen, was man macht oder wer man ist. „Tanzen und leben“ lautet die Devise. Wer sich gerne in der Masse verliert, Haut an Haut, vereint mit der Musik, ist hier richtig. Umgeben von absoluter Dunkelheit. Hier spielt Anonymität eine große Rolle, kaum einer führt hier eine Beziehung mit seinem Smartphone – auf mich wirkte es, als wäre der Großteil des Publikums in Trance. Die Körper schienen nur so zu beben, was wiederum einen sehr schönen Anblick bot. Und während die Void-Speaker und die dazugehörigen alten Bässe des ehemaligen Ultraschalls mit hartem Techno um sich schlugen, wirkte die Tanzfläche wie eine Einheit – ein Miteinander. Wer du bist, interessiert hier niemanden. Und was getragen wird, ist sowieso egal. Ob im Jogger, einfach nur im BH oder entspannt in Jeans. Das Publikum war total gemischt und dennoch sehr harmonisch. Der Sound in der Location ist veranstaltungsabhängig. Freitags wird mit hartem Techno gelockt, samstags geht es dann schon etwas experimenteller zu – mit Techno, Drum ’n’ Bass, House, Electro und Bassmusik. Zusätzlich bietet der Club einen extrem entspannten Außenbereich, in dem sich auch der Eingang befindet. Ohne grelles Licht und unnötigen Schnickschnack. In der Roten Sonne fühlte ich mich sehr wohl und willkommen.

www.rote-sonne.com
www.facebook.com/rotesonne
www.instagram.com/clubrotesonne

DSC05546 scaled
DSC05532
DSC05535 scaled
DSC05542
DSC05687 scaled
DSC05571

 

 

Ein Teil der Crew

DSC05459

Fotos: Sandro Prodanovic

 

 

Diese Review habe ich im Auftrag meiner Kolumne FAZE Trip geschrieben.

 

Fazemag logo01

Magste? Dann check doch mal das hier:
Darf ich vorstellen: Sandro Prodanovic (Streetfotografie)
Techno und München: Wie alles begann
Odonien – Frei sein & feiern zwischen Bahndamm und Puff
Eine leise Partynacht im Kulturraum 405

 

Author | Website | + posts

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.