Das letzte Jahr verlief ziemlich wild bei mir. War viel los. War mal hier und da. Dabei traf ich auf die ein oder anderen interessanten Menschen. Den speziellsten Kandidaten begegnete ich wohl in Berlin. So auch der Typ aus meiner heutigen Geschichte. Einige Zeit lang war ich fast monatlich in der Hauptstadt. Und so lernte ich im Sommer 2018 einen Italiener kennen, der bereits seit fünf Jahren dort lebte. Mit Abstand die verrückteste Person, der ich jemals begegnen durfte. Er war immer für eine Überraschung gut. Langweilig wurde es nie mit ihm. Dieses eine Mal, als ich ihn besuchte, blieb mir dabei besonders in Erinnerung. Denn ich war dabei, als er Besuch von einem Sexsklaven erhielt. 

Es war das erste Mal, dass ich ihn besuchte. Wir hatten uns davor nur einmal bei mir getroffen. Damals lebte er in einer WG, zusammen mit fünf weiteren Menschen. Während des gesamten Wochenendes hatte ich jedoch keinen seiner Mitbewohner*innen gesehen. Als wären sie besonders geschickt darin, sich zu verstecken. Sein Zimmer war das Erste, wenn man die Wohnung betrat, und befand sich gegenüber der Küche. Als ich es erstmals zu Gesicht bekam, muss ich zugeben, war ich schon etwas geschockt. In Berlin habe ich ja schon die ein oder andere verwahrloste Wohnung aufgefunden, doch diese toppt jeglichen Rahmen. Zudem teilte er sich das Zimmer mit einem Freund, der zu diesem Zeitpunkt nicht anwesend war. Es war ein heller Raum, mit hohen Decken. Altbau eben. Nicht zu groß, aber auch nicht zu klein. Es war ziemlich kühl, da die Heizung nicht ging. Sie hatten die Gasrechnung nicht bezahlt. Stattdessen hatte er einen Heizlüfter, der ungelogen, ununterbrochen lief. Ach ja, es war Februar. Ein richtiges Bett hatte er nicht. Jedoch lag an dem funktionslosen Heizgerät eine Matratze. Nur so auf dem Boden. Total dreckig. Überall lagen Klamotten, Aschenbecher, Bierflaschen und jede Menge Müll rum. Achso, eigentlich hatte er zwei Mitbewohner in seinem Zimmer. Denn sein Zimmermitbewohner hatte noch eine schwarze Katze. Die wohnte natürlich bei den beiden, mitsamt Katzenklo. Ich konnte nicht wirklich was dagegen machen, also versuchte ich, das Beste daraus zu machen und nahm die Situation so, wie sie war. Die ersten beiden Tage verliefen auch recht gut. Die meiste Zeit über hatten wir Sex. Lagen im “Bett” und rauchten dabei einen Joint nach dem anderen. Abends gingen wir aus, trafen uns mit seinen Freunden und tranken Bier in einer Bar. Diese Bar. Die Bar, in der alles möglich war. Aber das ist eine andere Geschichte.

Jedenfalls wollten wir Sonntag feiern gehen. Es war schon recht spät und wir hatten uns gerade aufgerappelt und angezogen. Ich war gerade mit den letzten Feinschliffen an mir fertig und eigentlich schon bereit, loszudüsen. Da bekam er eine Nachricht auf sein Handy. Während er aufs Display blickte, schaute er mich an und grinste: „Du Sofi“, sagte er. „Einer meiner Sklaven fragt, ob ich Zeit habe. Er möchte kurz vorbeikommen“, erzählt er, mit einem hoffnungsvollem Blick. Bei mir fing erst mal das Rattern im Kopf an. Ich brauchte einige Sekunden, um zu begreifen, was er da von mir verlangte. Dann dachte ich über das Wort Sexsklave genauer nach. Und dann dachte ich mir, scheiß drauf, du bist ja nicht verliebt und wann bekommt man schon mal so eine Gelegenheit geboten? Natürlich gehört eine gewisse Neugierde dazu und rate mal, wer jede Menge davon besitzt. Er also: „Sofi, es dauert auch nur eine halbe Stunde und er zahlt 60 Euro“, so viel zu meinem dauerpleite Lover. Ich fragte ihn, was passieren würde. Er erzählte es mir. Kein Sex. Vielmehr ging es um Demütigung. Es schien relativ harmlos zu sein. Und leider muss ich dazu sagen, dass das Geld in diesem Fall keine unwesentliche Rolle spielte. Denn die Einzige von uns, die wirklich welches hatte, war ich. Jedoch nicht genug, um noch eine zweite Person durchzufüttern. Also gab ich mein Einverständnis. Er gab ihm sein okay. Wenige Minuten später saß der Sklave im Taxi. Ich war total aufgeregt. Und dann kam mir auch erstmals die Frage in den Sinn, was ich währenddessen eigentlich machen sollte. Und so wurde die Küche zu meinem neuen Terrain. Du erinnerst dich, wo die Küche war? Genau, gegenüber. Man könnte auch sagen, dass es sich dabei um den perfekten Überwachungsraum hielt. Was sich im Nachhinein zu meinem Leidwesen herausstellte. Das da oben auf dem Bild ist sie übrigens. Das Foto machte ich zu einem späteren Zeitpunkt, als ich meinen Macker erneut besuchte. Tatsache, ich bin noch mal hin. Jedenfalls lag hinter dem Tisch noch eine Matratze auf dem Boden und es stand noch mehr Zeug rum.

Kurze Zeit später klingelte es. Der Sklave stand vor der Tür. Ich durfte ihn leider nicht sehen, konnte ihn jedoch hören. Denn angeblich war er im Bundestag tätig. Und scheu, wie ein Reh. Er hatte Geschenke dabei. Kurz zuvor piesackte ihn mein Freund noch in WhatsApp, er solle nicht ohne Zigaretten und einen guten Wodka vorbei kommen. Und wie gut der war. Ich hatte in der Küche nichts zu tun, also hörte ich zu und trank Wodka. Die beiden unterhielten sich anfangs nur. Klang für mich erst mal sehr normal und vertraut. Als ob sich zwei Freunde zum Kaffee treffen würden. Dann ging die Tür auf und mein Lover kam in die Küche. Er brauchte einen Stuhl. Darauf sollte sich der Sklave setzen, während er onaniert. Und dann ging es los. Ich hörte eigentlich nur sein Gestöhne. Recht lange. Das ging bestimmt zehn Minuten so. Ich erinnere mich noch daran, wie ich mich vor den Geräuschen ekelte. Wollte, dass es vorbei ist. Dann war es auf einmal still. Die Tür ging wieder auf und der Sklave verabschiedete sich. Mein Liebhaber kam zu mir in die Küche und ich quetschte ihn aus.

Danach wollten wir ins Berghain und feiern. Wir kamen nicht rein. Also gingen wir woanders hin. Das verdiente Geld hielt keine Stunde.

 

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