Sie ist 22.
Sie hatte schon ihr ganzes Leben mit Alkohol und Partys zu tun.
Ihre Freunde trinken auch, aber sie können besser damit umgehen.
Meistens nehmen sie Zigaretten, Wein und ein paar Jungs mit.
Verhalten sich albern.
Manchmal zu sehr, damit sich die Jungs um sie kümmern.
Sie lassen sie die Hände in ihre Hosen stecken,
während sie auf dem Boden liegen und lachen,
oder sie lehnen sich einfach zurück, schließen die Augen,
und spüren ihre Zungen überall am Körper.
Einmal auf einer Hausparty trafen sie einen Fremden,
der sie im Anschluss zu sich nach Hause einlud.
Sie durften noch weitere Freunde mitnehmen,
die Musik laut aufdrehen, und hatten Spaß.
Nach ein paar Stunden waren alle so betrunken,
dass kaum noch jemand was merkte.
Sie schnappte sich einen Freund, ging mit ihm ins Badezimmer,
hatte Sex  – kein ungewöhnlicher Abend für sie –  und
vergaß alles um sich herum.
Dann klopfte es an der Tür, die Freunde wollten nach Hause
und machten Stress. Sie schaut ihn an, er sie. Beide lachen.
Ich meine, so spielt das Leben.
Sie nahm einen Schluck Bier, zog ihr Kleid drüber und
sperrte die Tür auf. Verließ die Wohnung.
Sie schlief die ganze Nacht durch, am nächsten Morgen,
total verkatert, schaut sie auf ihr Handy.
Eine SMS vom Gastgeber, der sie fragt, ob sie ihr
Höschen vergangene Nacht in seinem Badezimmer
vergessen hat. Seine Freundin fand es.

 

Dieses Gedicht widme mich in einer guten Freundin von mir.

photo by Adlan Mansri

 

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Im Supermarkt
Das feuchte Höschen
Das feuchte Höschen 2
Das feuchte Höschen 3
Das feuchte Höschen 4