Loveparade, was ist nur mit dir passiert? Jessika Westen im Interview.

Foto: Mikko Schümmelfeder

Als ich anfing, auf Technopartys zu gehen, hatte ich keine Ahnung, dass diese Entscheidung später mein komplettes Leben umkrempeln würde. Nicht nur, dass ich meinen jetzigen Beruf dadurch gefunden habe, auch lehrte mich die Technokultur, wie wertvoll Toleranz und Akzeptanz sind. Ganz egal, aus welcher Schublade man stammt, wer auf elektronische Musik tanzen geht, hält zusammen! Das war übrigens nicht immer so. Also was die Durchmischung der Szenen angeht. „Friede, Freude, Eierkuchen“, das Motto der ersten Loveparade 1989 in Berlin, brachte die Leute durch Tanz und Musik zusammen. Und Menschen aus allen möglichen Subkulturen fingen an, miteinander zu gehen: Rocker, die Schwulenszene, die Neue Deutsche Welle oder ein bisschen Hip Hop, der aus den USA rüber geschwappt ist.

Berlin wurde plötzlich bunt. Mit ihrer anfangs noch als Demo angemeldeten Parade wollten die Veranstalter Dr. Motte und Danielle de Picciotto zeigen, dass Musik über Mauern hinweg schweben kann. Dass sie für jeden da ist, dass sie keine Grenzen kennt. Eine neue Bewegung, eine Demo für etwas Positives – instinktiv aus reiner Lebensfreude. Mit bunten Kleidern und der neuen Musik, die Motte aus England mitgebracht hatte, organisierten sie sich einen kleinen Pick-up und packten eine Musikanlage drauf. Fertig.

Von ursprünglich 150 Beteiligten wuchs die Loveparade auf etwa 1,5 Millionen Besucher im Jahr 1999 an. 2001 wurde sie als kommerzielle Veranstaltung eingestuft, sodass Gegenveranstaltungen wie die Fuckparade gegründet wurden. Die Loveparade wurde also immer größer. Und größer. 2007 zog sie dann um ins Ruhrgebiet, wo ich bis zum 24. Juli 2010 vorspule: Duisburg. Auch hier machen sich Tausende von Menschen gut gelaunt auf den Weg zur größten Techno-Party der Welt. Was jedoch keiner weiß: Der Tag nimmt kein gutes Ende. Während auf dem Gelände abgefeiert wird, verlieren neben der steilen Treppe 21 Menschen ihr Leben. Heute steht dort eine Gedenktafel. Drei Zahlen stehen darauf, die das Unglück beschreiben. 21, 500 und 10.000. 21 Menschen starben im Gedränge. Weit mehr als 500 wurden körperlich und mehrere 10.000 seelisch schwer verletzt. Wirklich verstehen, was geschehen ist, kann man anhand dieser Zahlen nicht.

Es ist noch nicht so lange her, da suchte ich das ehemalige Loveparade-Gelände in Duisburg auf. Eine gute Freundin machte ein paar Bewerbungsfotos von mir. Da war ich im Mai also zum ersten Mal an diesem krassen Ort. Blickte auf die Gedenktafel hinunter. Spazierte die Rampe entlang, kletterte über den abgesperrten Zaun und blickte noch einmal zurück, um den verlassenen Ort auf mich wirken zu lassen, bevor wir uns auf zum ehemaligen Güterbahnhof machten. Viel wusste ich damals nicht über das Drama. Klar, da ist was passiert. Menschen sind gestorben, irgendwie totgetrampelt. Das wars dann aber auch schon. Eine Vorstellung davon, wie es gewesen sein muss, als eine halbe Million Menschen das Gelände über eine einzelne Rampe und einen Tunnel betreten und wieder verlassen, hatte ich nicht. Wie soll man sich so etwas auch ausmalen, mal ganz ehrlich?

Und hier kommt Jessika Westens Buch “Dance or Die” ins Spiel. Jessika ist Nachrichtenmoderatorin bei n-tv und Reporterin für den WDR. Sie ist eine der Reporterinnen, die 2010 live vor Ort über die Veranstaltung berichtete. Es war nicht ihre erste Loveparade, aber das erste Mal, dass sie dort als Live-Reporterin war. Vom Duisburger Hauptbahnhof aus sollte sie ankommende Raver interviewen und immer mal wieder erzählen, wie es am Bahnhof so läuft. Eigentlich nichts Großes. Dann aber eben doch, denn sie muss die Zuschauer über den Tod mehrerer Menschen aufklären. In Zusammenarbeit mit Angehörigen, Betroffenen, Augenzeugen und Ersthelfern schreibt Jessika den Verlauf der Katastrophe auf. Dafür unterhielt sie sich mit Verletzten und Traumatisierten. Heute, zehn Jahre später hält sie ihren ersten eigenen Roman in den Händen. Ein Buch, das nicht nur Angehörigen Seelenfrieden gibt, auch Unwissenden, wie mir hilft sei dabei, Zusammenhänge zu verstehen. Jessika machte damals nur ihren Job. Wie es wirklich in ihr aussah, als sie in dem Chaos für den WDR mehrmals live schalten musste, kann man als Zuschauer kaum nachvollziehen.

             Foto: WDR

Aber wie ging es ihr dabei denn nun eigentlich? Und was ist noch passiert, wovon wir nichts wissen? Im Interview verrät sie mehr.

Eines ist wohl klar: So hatte sie sich den Tag nicht vorgestellt. Achtmal besuchte sie die Loveparade. Achtmal ohne Zwischenfälle. Nicht mal eine Schlägerei habe sie gesehen. An ihr erstes Mal Loveparade erinnert sie sich dabei besonders gerne zurück:“Das war der Hammer! So viele Menschen die friedlich zusammen feiern. Damals war das ja noch wirklich eine Friedensdemo. Daher hatte ich auch nicht das Gefühl, dass ich da nur zum Partymachen hingehe.“ 2008 bekommt sie ihren ersten Fernsehauftritt im überregionalen Programm des WDR, als sie die Chance erhält, über einen Straftäter zu berichten, der gerade aus dem Knast ausgebüchst war. 2010 dann vermeintlich das große Los mit der Loveparade: „Das war schon das erste Mal in der Dimension. So eine riesen Veranstaltung und dann sollte ich an dem Tag auch mehrmals live auf Sendung gehen. Da war ich schon aufgeregt.“

Als sie am Hauptbahnhof, von dem sie ihre Liveschalte aus machen soll, ankommt, ahnt sie noch nicht, dass es sich dabei um den einschneidendsten Tag ihres beruflichen Lebens handeln sollte. „Bis zum Nachmittag war es verhältnismäßig entspannt. Und dann kam irgendwann völlig unvermittelt dieser Anruf von einem Kollegen, der fragt, ob ich irgendwas von Toten gehört hätte“, erinnert sie sich. Zeit bleibt ihr nicht, um sich groß Gedanken darüber zu machen, was passiert ist. Sammeln heißt es. Funktionieren. Dann die Teambesprechung: “Was können wir machen? Was können wir leisten? Zuerst mussten wir super schnell auf Sendung, um die Nachricht zu verkünden. Dann haben wir eben überlegt, wie es weitergeht. Danach habe ich gar nicht mehr so viel nachgedacht. Klar, zwischendurch hat man immer mal wieder so ein paar Sekunden oder sogar Minuten, wo man denkt: Boa scheiße, was ist hier eigentlich passiert und wie kann das sein?” Das alles passiert hinter der Kamera. Für den Zuschauer versucht sie die Nerven zu behalten. Was ihr gelingt. Für ihre herausragende Leistung als Live-Reporterin von der Loveparade-Katastrophe in Duisburg wird sie mit dem Axel-Springer-Preis für junge Jounalisten geehrt. Auch im Nachgang zum Unglück berichtete Jessika Westen regelmäßig für den WDR über die Zusammenhänge und Ursachen, die zu dem tödlichen Gedränge geführt haben.

Meine Vermutung, dass sie Dance or Die schrieb, um das traumatische Erlebnis zu verarbeiten, bestätigte sich nicht. „Das war jedenfalls nicht meine Motivation. Ich hatte eher das Gefühl, dass ich das aufschreiben muss. Aber jetzt im Nachhinein, wo ich mit ein bisschen Abstand zurückschaue, kann ich sagen, dass mir das bestimmt geholfen hat“. Was aber wahrscheinlich auch eine Form von Verarbeitung ist. „Und jetzt, wo es endlich veröffentlicht wurde, war ich einfach auch total erleichtert, weil ich das Gefühl habe, dass darin nun wirklich alles steht, was ich zu dem Thema zu sagen habe und sagen kann.“ All ihre Recherchen sind festgehalten in einem Buch. Eine Geschichte, die ihr niemand mehr wegnehmen kann und eine Geschichte, die sie jetzt auch einfach mal loslassen darf. Nach zehn Jahren.

Der 24. Juli 2010 hätte für Jessika und viele weitere Menschen ein schöner Tag werden sollen. Für das Ruhrgebiet eines der Highlights des Jahres in einer Region, die sonst selten durch Highlights auffällt. Es ist kein Erfolg, auf den das Ruhrgebiet am 25. Juli, am Tag nach der Katastrophe, zurückblicken darf. Es ist ein Tag, an dem betroffene Eltern ihre vermissten Kinder an der Unglücksstelle suchen müssen. ‚Ich suche meine Tochter. Ich suche meine Tochter‘ kommt eine Frau auf Jessika zu. Natürlich kann sie ihr nicht bei der Suche helfen. Denn keiner weiß zum genannten Zeitpunkt, in welche Krankenhäuser die Verunglückten gebracht wurden. „Im Laufe des Tages öffneten sie den sogenannten Tatort, so haben sie ihn ja genannt, für die Presse. Und dann sind wir da rein, an die Rampe, wo es eben passierte und das war schon heftig“, erzählt sie. Bis auf die 21 Todesopfer und die unzähligen Verletzten war noch alles dort. Die Zeichnungen der durchnummerierten Todesopfer. Zertretene Sonnenbrillen. Zerfetzte Federboas. Schuhe. „Unfassbar viele Schuhe. Weil die ja alle ihre Schuhe verloren haben“, erklärt sie. Dann gab es da noch ein Absperrgitter, komplett zerdrückt auf dem Boden liegend. Darauf die ganzen Schuhe. „Da sind die Leute scheinbar mit ihren Füßen hängengeblieben, wodurch sie ihre Schuhe verloren haben.“ Daneben Wärmedecken, Spritzbesteck und weitere Utensilien, die für die Erstversorgung benötigt wurden. Ein Cocktail aus Partysachen und Erstversorgungsmaterial. Ein Bild, das sich wie ein Parasit einbrennt. „Ich weiß heute noch genau, wie es da aussah“, sagt sie.

Gefangen zwischen Traum und Albtraum. Wahrhaben will so was niemand. Gemeint sind nicht nur die Betroffenen, mit denen Jessika Kontakt hatte. Auch sie. Die Frau. Ein Mensch. Für eine weitere Berichterstattung muss sie am nächsten Morgen zurück zum Tunnel. Ausschlafen und im Bett vergraben ist nicht. Sie muss sich der harten Realität stellen. An der Unglücksstelle kommt ihr ein traumatisierter Gast vom Vortag entgegen: ‚Sie sollten hier nicht stehen, sie sollten hier nicht stehen‘, wiederholt er immer wieder. Wieso nicht? Wieso soll sie da denn verdammt noch mal nicht stehen? „Weil ich da stand. Und ich glaube, ich stand auf Toten, wiederholte er immer wieder. Er erzählte mir dann, dass er seinen Arm von jemandes Hals nicht wegbekommen hatte und dass er nicht weiß, ob er diese Person unbewusst umgebracht hat. Er konnte seinen Arm in der Masse nicht bewegen. Er wusste nicht, ob wegen ihm jemand gestorben ist. Ich versuchte, ihn zu beruhigen denn selbst wenn es so gewesen sein sollte, konnte er ja nichts dafür. Es war nicht seine Schuld. Aber wie willst du mit so etwas klarkommen?“.

Viele der Opfer kommen heute auf so einiges nicht mehr klar. Da wären zum einen große Menschenmengen. Sie werden gemieden. Nicht ertragen. Denn dadurch bekommen sie Flashbacks, sobald sie sich auch nur ein wenig bedrängt fühlen. Da reichen schon einzelne Reize aus, die die Betroffenen gedanklich in das Trauma zurückreißen. Zum Beispiel der Geruch des Tunnels. Das lese ich jedenfalls aus Interviews mit Betroffenen heraus. In Therapien lernen sie damit umzugehen. What the fuck. Sie wollten einfach nur feiern und müssen sich im Anschluss jahrelang behandeln lassen, um wieder ein halbwegs normales Leben führen zu können. Ein Großteil von ihnen wird das Gefühl von Freiheit vielleicht nie wieder erfahren können. Einige haben seit zehn Jahren Schuldgefühle für etwas, woran sie keine Schuld haben. “Ich habe mit einer Betroffenen Kontakt, die als Sicherheitskraft vor Ort war. Ihre Aufgabe war es, die Leute in den Tunnel zu schicken. Sie macht sich heute noch Vorwürfe, obwohl sie ja überhaupt nichts dafür kann. Es war ihr Job als Sicherheitskraft die Leute weiterzuschicken. Aber sie sagt halt auch, dass sie sich mitverantwortlich fühlt”, erzählt Jessika.

Am 8. Dezember 2017 beginnt der Loveparade-Prozess, eines der größten Gerichtsverfahren der deutschen Nachkriegsgeschichte. Zehn Personen sind angeklagt, sechs Mitarbeiter der Stadt und vier Angestellte der Veranstalters Lopavent, der Firma von Rainer Schaller – 2006 übernahm er die Geschäftsführung. Es gibt über 60 Nebenkläger, die Ermittlungsakte umfasst mehr als 50.000 Blatt Papier. Ein Ergebnis gibt es nicht, das Verfahren wird am 4. Mai 2020 endgültig eingestellt. Jessika Westen begleitet den Prozess bis zur Einstellung: „Es ist halt für alle irgendwie unbefriedigend. Für die Angehörigen, für die Betroffenen, ich glaube teilweise sogar für die Justiz”. 7,5 Jahre hat es gedauert, bis der Prozess eröffnet wurde. Die Verjährungsfrist liegt bei zehn Jahren. Somit war es von Anfang an ein aussichtsloser Kampf. „Der Richter drückte anfangs wahnsinnig auf die Tube. Drei Gerichtstermine pro Woche, da dachte man dann schon, wer weiß vielleicht ja doch. Aber wenn man diesen Prozess verfolgt hat, dann fällt auch auf, dass es mehr um eine allgemeine Aufklärung ging und nicht darum, Einzelne zur Verantwortung zu ziehen. Und das war am Ende auch das Problem. Der Richter sagte am Ende, das zu viele Menschen Fehler machten und dass es sich deswegen um kollektives Versagen handelte, sodass die individuelle Einzelschuld eben zu gering ist”, sagt sie.

Unbefriedigend ist das schon irgendwie. Für etwas Befriedigung konnte Jessika mit ihrem Buch zum zehnten Jahrestag sorgen. Schon damals hatte sie das Gefühl, dass sie ihre Gedanken aufschreiben muss. “Mit  einigen Gästen hatte ich schon direkt am Tag der Katastrophe Kontakt. Andere lernte ich während der Nachberichterstattung für den WDR kennen. Relativ zeitnah nach der Tragödie gründete sich zudem eine Betroffeneninitiative, die heute noch unter lopa2010 läuft”, erzählt sie. . “Die hatten dann auch irgendwann Telefonnummern und Ansprechpartner im Netz. Da hat sich mit der Zeit eben ein Vertrauensverhältnis aufgebaut”. 2015 steht das Buch. Endlich. Nach jahrelanger Recherche, vielen Gesprächen und nach unglaublich viel Arbeit. Nur leider lässt sich auf Anhieb kein Verlag finden: „Am Ende dachte ich schon, dass das nichts mehr wird. Dann machte ein lieber WDR-Kollege, der das Buch gelesen hatte, richtig Druck. Er meinte, dass es unbedingt veröffentlicht werden muss. ‘Bist du wahnsinnig? Das kannst du doch nicht in der Schublade liegen lassen!’, meinte er nur. Ohne Verlag wollte ich nicht veröffentlichen, rein rechtlich wäre das schon nicht ganz ohne gewesen.

Immer wieder bekommt sie Absagen wie: Sorry, passt nicht ins Programm. „Ich glaube, das Problem war, dass es sich bei meinem Buch um eine Mischform handelt. Es ist ja ein dokumentarischer Roman und damit haben sich vermutlich viele schwergetan.” Hinterher gab sie es den Leuten einfach als PDF oder druckte ihnen das Manuskript aus. Wie sie mir selbst auch erzählte, ging es ihr dabei nicht um den eigenen Erfolg, es geht um ein Versprechen, dass man als Journalist nicht brechen möchte: „Es tat mir so leid. Für die Sanitäter, die Eltern, für die Betroffenen. Ich hatte ja auch allen davon erzählt, dass ich das Buch schreibe und die haben dann natürlich alle darauf gewartet und fragten immer wieder nach, was denn nun damit ist.” Jessika bleibt nicht viel übrig, also startet sie einen letzten Versuch. „Alle, die das Buch bereits gelesen hatten, fanden es total toll. Daraufhin gab ich mir noch mal einen Ruck. Ich packte alle Leserzitate in eine Mail und schickte sie an alle möglichen Adressen, die ich bis dahin recherchiert hatte. Eine liebe Kollegin gab mir außerdem den Kontakt zu ihrem ehemaligen Lektor, auch dem schickte ich die Mail. Nach einer Woche meldete er sich und schrieb, dass das Buch auch bei ihm nicht in Programm passe, aber er legte mir den Emons Verlag ans Herz , wo er sich mein Buch gut vorstellen könne. Also reichte ich es dort auch noch ein. Und da hat es dann endlich geklappt!”. 

Einige dieser Zitate befinden sich am Buchumschlag. Zugegeben, als ich das Buch in den Händen hielt, empfand ich das als  kitschig. Im Nachhinein finde ich es rührend. Mich hat es sehr berührt. Nicht nur die Tragödie an sich. Sondern die tragische Situation, der sich eine von vielen Journalisten stellen musste. Und daher kann ich dieses Buch nur empfehlen.

www.jessika-westen.de
www.dance-or-die-buch.de

„Was ist das Schönste an meinem Job? Dass ich das Leben in seiner Gänze erleben darf, und ich finde, der Journalismus ist ein unheimlicher Türöffner. Das ist ein unglaubliches Geschenk, mich mit den Sachen beschäftigen zu können, die mich wirklich interessieren, darüber dann zu schreiben oder einen Bericht zu machen und damit dann auch noch Geld zu verdienen.” – Jessika Westen

Leave a Comment