Hätte gerne noch mehr erlebt mit dir.
Das Ende hat sich schleichend über längere Zeit schon angekündigt
und doch war dann alles erstaunlich schnell vorbei.
Vielleicht dachte ich, dass noch mehr passieren wird,
dass sich das Ende doch noch länger hinauszögern
und sich von uns kläglich, aber doch noch etwas aufhalten lässt.
Aber es war einfach so, von einer Sekunde auf die andere vorbei.
All die Zeit stand still, Erinnerungen wurden eingefroren, von mir in Träume verbannt.
Habe unsere gemeinsamen Momente so tief vergraben, dass sie jetzt wie Bilder von Fremden wirken.
Manchmal wenn ich an sie denke, erkenne ich mich selbst nicht darin.
Wie eine Figur aus meinen zahlreichen Geschichten, das Gesicht verschwommen,
kann meinen eigenen Blick nicht sehen.
Wenn ich dann an deine Worte denke, dann hören sie sich an wie Texte aus den Liedern, die ich höre,
haben ihre Wirkung verloren, vielleicht höre ich deshalb so viel.
Unsere Zukunftspläne liegen soweit in der Vergangenheit,
dass sie wie Albereien von Kindern klingen.
Zwei Kinder, die unterschiedlich schnell erwachsen wurden.
Sich verloren haben und heute nicht mehr miteinander teilen
wie das Abbild zweier Passanten auf einem vergriffenen Bild eines Touristen.

Foto © Sofia

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