Anfangs schleichend, man hat es gespürt.
Nimmt es Fahrt auf, man kann ahnen, wohin es führt.
Es passiert, ich bin mir sicher,
auch jetzt in diesem Moment.
Es erinnert mich an eine der schlimmsten Geschichten,
eine, die jeder kennt.

Das geschriebene Wort aus anderer Sicht,
hat sich eingeschlichen,
abgewartet, unbemerkt,
wie ein Splitter unter der Haut,
bis er sticht.

Die gedruckte Aufnahme aus anderem Mund.
Niemals entlarvt, in Deckung geschickt,
verändert sie jedermanns Blick,
und spaltet die Geister Kunde um Kunde.

Die Rahmen des Möglichen verziehen sich,
verschieben sich.
Heute noch eine schaurige Idee,
ein verleugnender Witz.
Morgen schon Realität.
Heute Gedanke,
Angst, Ohnmacht, Gewöhnung.
Die Empörung bleibt aus.
Morgen ist sie zu spät.

FOTO: Annkathrin Wesp

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2 Comments on “Jeder Tag die Stille vor dem Sturm.”

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