Für abwechslungsreiche Musik und eine außerordentliche Live-Performance steht Niklas Mündemann aka Muito Kaballa mit seiner One-Band-Show. Fern ab von routinierten Events, erhält man beim Lauschen seiner jazzigen Sounds gute Laune und einen freien Kopf. Im Fokus ist Afrobeat, jedoch steht er nicht wie viele andere Künstler einfach hinterm Pult und mischt drauf los. Im Gegenteil, seit seiner Kindheit beherrscht er das Spielen einiger Instrumente wie etwa Klavier oder Schlagzeug. So kam es, dass er eine neue Art des Musizierens ins Leben rief. Neben Synthesizer und Loopstation jongliert er gekonnt mit Saxophon, Flöte, Trompete, Gitarre und diversen Percussions. Der Multi-Instrumentalist greift dabei auf verschiedene Einflüsse aus Dub oder avantgardistischem Hip Hop zurück und lässt diese fließend ineinander laufen. Im Mai veröffentlichte er sein Debütalbum „Everything Is Broke“ auf Switchstance Recordings, das komplett live mitgeschnitten und performt wurde. Ob er nun auf der Straße spielt, oder auf Veranstaltungen, die kölschen Vibes sind immer dieselben: „Ich glaube, dass Köln eine super offene und bunte Stadt ist. Daher haben die Kölner auch Lust auf solche Sachen und neue Dinge. Meine Musik passt da ganz gut rein, da viele Stile wie Afrobeat und Elemente aus Funk und Jazz miteinander vermischt werden. In Verbindung mit Straßenmusik sind die Kölner sehr angenehm, wohlwollend und schätzen ganz einfach das, was sie hören. Die finden es immer super, wenn jemand kommt und Musik macht. In anderen Städten gäbe es da wohl mehr Probleme. Egal an welchen Orten ich bisher gespielt habe, in Köln verlief es immer sehr entspannt“, erzählt er. Doch wo bekommt man in Köln diese spezielle Art von Musik zu hören? Einige Clubs bestechen zwar in ihren Line-Ups mit Live-Acts, doch jazzige Musik wie diese ist woanders zu Hause: „Am liebsten halte ich mich an Orten wie der Niehler Freiheit e.V. oder im Autonomen Zentrum auf. Im AZ hat man die Möglichkeit, mit seinen Bands zu proben, an Workshops teilzunehmen und es gibt viele verschiedene Kurse zu belegen. Beides sind Orte, an denen man sich wohlfühlen kann und sich keine Sorgen darum machen muss, wie man aussieht oder wie man ist. Zudem finden dort regelmäßig coole Partys statt. In Clubs hatte ich oft das Gefühl, dass es mehr um gegenseitiges Auschecken geht und weniger um die Musik.“ Unkommerzielle Räume wie diese sind für viele Menschen ein Zufluchtsort, müssen jedoch stets um ihr Bestehen kämpfen. Hippe Viertel wie Ehrenfeld, die mit süßen Lädchen und trendigen Lokalen locken, stehen Aktiven immer mehr im Weg: „Ehrenfeld wurde in den letzten Jahren immer teurer. Was es umso schwieriger macht, dort eine Wohnung zu bekommen. Meiner Meinung nach vernachlässigt die Stadt Köln da ihren Part, vernünftige Wohnräume zu schaffen. Orte wie das AZ oder Bauwagenplätze müssen ständig um’s Überleben kämpfen und werden nicht wahrgenommen. Plätze wie diese sind jedoch total wichtig für viele Menschen. Vieles wird einfach abgerissen, wie beispielsweise das ‚Underground‘ oder ‚JackWho‘ und durch viel zu teure Wohnungen ersetzt“, erzählt Niklas. Doch Musiker wie Mündemann schaffen auch wieder Platz für neue Möglichkeiten. Seit letztem Jahr bietet er zusätzlich barrierefreie Musikangebote mit seinem sozialen Projekt ‚Klimper Klang‘ an. Hauptsächlich für Menschen mit Behinderungen: „Mithilfe des Projektes, soll jeder Mensch die Möglichkeit kriegen, am musikalischen Geschehen teilzuhaben. Hierfür müssen jedoch Zugänge geschaffen werden, die sich nach den individuellen Bedürfnissen jedes einzelnen richten.“

www.muitokaballa.com
www.instagram.com/muito_kaballa
www.facebook.com/MuitoKaballa
www.klimperklang.de

muito kaballa everything is broke

Hier geht’s zur Platte:
Everything Is Brokeir?t=dieverpeilte 21&l=am2&o=3&a=B07P976HL7

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